Reiseinfos El Hierro

El Hierro: Die Kleinste der Kanarischen Inseln

Faszinierende Landschaften und wunderschöne Sehenswürdigkeiten erwarten Touristen auf El Hierro – der westlichsten und kleinsten kanarischen Insel. Die atemberaubende Landschaft ist vor allem für Individualtouristen ein reizvolles Ziel; für Strandurlaub mit der Familie ist die Insel aufgrund der eher eingeschränkten Möglichkeiten weniger ideal. Klimatisch unterscheiden sich die jeweiligen Regionen nur

Einsame Straße in der Vulkanlandschaft von El Hierro

El Hierro ist die kleinste und jüngste Insel der Kanaren, die ebenfalls vulkanischen Ursprungs ist. Der letzte vulkanische Ausbruch ist im Jahre 1793 datiert. Im Unterschied zu den Nachbarinseln ist El Hierro kaum von Schluchten zergliedert, außer im Nordosten. Auch findet man hier fruchtbares Hochland, welches intensiv genutzt wird und welches einzigartig auf den kanarischen Inseln ist. Flache Küstengebiete sind hier jedoch kaum zu finden, weshalb El Hierro für Strandurlauber weniger zu bieten hat als für Naturfreunde und Aktivurlauber. Auf der Insel finden sich verschiedenste Landschaftsformen, von der kargen Lavawüste über Nebelwälder bis hin zu Obstplantagen. Diese Vielfalt macht die Insel so spannend. Auch für Tierliebhaber bietet die Insel eine Sensation und zwar die: El Hierro Rieseneidechse, die nur hier hier vorkommt und ein lebendes Fossil ist. Die ursprünglich Art ist durch Jagd ausgestorben, jedoch wurde 1974 eine Unterart entdeckt, welche nachgezüchtet wurde und nun wieder auf der Insel bestaunt werden kann.

gering: An den wenigen zerklüfteten Küsten im Westen herrschen im Sommer circa 27 Grad, in der Hochebene erreichen die Temperaturen in den Sommermonaten bis zu 30 Grad. Hier befinden sich, im Gegensatz zur kargen Landschaft an den Küsten, auch Obstplantagen und Grünanlagen; im Südwesten sind sogar noch Relikte wie Wacholderwälder oder Steinküsten zu finden. Die gesamte Insel wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Insgesamt gliedert sich El Hierro in drei Landschaftsformen: Küstengebiet, halbfeuchte Zone und nebelfeuchte Zone.

Faszinierende Natur

 

Der kanarische Wacholderbaum

Auf El Hierro sollte auf jeden Fall der Wacholderwald El Sabinar besucht werden, welcher in der Nähe der Ermita de los Reyes liegt. Die Bäume sind durch extreme Winde verdreht gewachsen, sodass die Baumkronen auf dem Boden liegen. Die Bäume sind mehrere hundert Jahre alt und einzigartig auf der Welt. El Sabinar ist also ein Muss für den Besuch der Insel El Hierro.

El Hierro verfügt über sehr wenige Schluchten, im Südwesten existieren an einigen Hängen karge Wüstenlandschaft und kahle Flächen. Diese entstanden im Laufe der Zeit durch Waldbrände. Auf der ganzen Insel verteilt stehen Exemplare kanarischer Drachenbäume, Flechten, Disteln und Wolfsmilchgewächse, die Wasser speichern können. Im Küstengebiet befinden sich viele Fliederbäume, in der halbfeuchten Zone finden Touristen sehr interessante Kakteenarten und Agaven, wogegen in der nebelfeuchten Zone Wacholderbäume, Erdbeerbäume und einige Kiefern beheimatet sind. El Hierro ist auch die Heimat vieler Reptilien, Insekten und Vogelarten. Vor allem Frösche, Meeresschildkröten, Eidechsen, Skinke, Hummeln, wunderschöne Schmetterlingsarten, unzählige Marienkäfer sowie bunte Vögel leben hier. Eine sehr interessante Reptilienart ist die Rieseneidechse „Lagarto Gigante“. Früher von Menschen fast ausgerottet, gibt es heutzutage eine Aufzuchtstation für sie. Das Alter dieser urzeitlichen Echsen kann nicht genau bestimmt werden, da die auf der Insel lebenden Tiere noch nicht einmal 40 Jahre alt sind. Sie erreichen eine Länge von 60-70cm und sind zwischen 400-600g schwer.

Höhepunkte und Sehenswürdigkeiten

 

Pier auf El Hierro

Die Insel El Hierro bietet neben der Vielfältigkeit hinsichtlich der Flora und Fauna auch andere Highlights, die man bei einem Besuch der Insel nicht verpassen sollte. Als erste Sehenswürdigkeit ist der Leuchtturm Faro de Orchilla zu nennen, der an der Westspitze der Insel liegt. Dieser Leuchtturm war lange Zeit der Nullmeridian, also das westlichste Ende der Welt, bis er 1884 durch Greenwich ersetzt wurde. Dennoch ist dieser Ort immer noch einen Besuch wert. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf El Hierro ist der Brunnen Pozo de la Salud, der sogenannte Wunderbrunnen, dessen Wasser eine heilende Wirkung zugesprochen wird. Die Einheimischen schwören auf dieses „Wunderwasser“, weshalb man bei einem Besuch der Insel unbedingt aus dem Brunnen trinken sollte.

Doch auch diejenigen, die nicht nur Flora und Fauna sowie die einzigartige Landschaft El Hierros bewundern wollen, werden an den vielen Sehenswürdigkeiten des Ortes glücklich werden. Einen fantastischen An- und Ausblick bietet der Leuchtturm „Faro de Orchilla“ am Nullmeridian, dem westlichsten Punkt der Insel. Von dort haben Besucher einerseits einen Blick über die Landschaft auf der Westseite, andererseits bietet sich ein unvergesslicher Ausblick über das Meer. Ebenfalls im Westen von El Hierro befindet sich das Wahrzeichen der Insel, der Wacholderbaumhain „El Sabinar“. Die Äste der Bäume wurden so stark heruntergedrückt, dass sie den Boden berühren und den Pflanzen ein merkwürdiges, rätselhaftes Aussehen geben. Vor allem bei Nebel ist der Anblick faszinierend. Ein absolutes Highlight bekommen Touristen mit dem vom lanzarotiner Architekt Cesar Manrique geschaffenen Aussichtspunkt „Mirador de la Pena“ zu sehen. Dieses Bauwerk weist die für Manrique typische Baukunst auf und bezaubert nicht nur durch sein Aussehen, sondern auch durch seine Sicht auf „La Frontera“ und das „Golfo-Tal“. Das „Golfo-Tal“ ist ein durch Erosion natürlich entstandenes Tal und enthält Felswände mit einer Höhe von bis zu 1.000 Meter. Ein weiterer Höhepunkt ist eine Besichtigung der Dorfkirche „Iglesia de La Frontera“. Dabei handelt es sich um eine insgesamt dreistöckige Kathedrale, wobei der Oberste den malerisch anmutenden Glockenturm darstellt. Sie ist in Weiß gehalten, mit Backsteindächern verziert und bezaubert mit dem großen roten Glockenturm. Wer etwas für die Gesundheit machen möchte, sollte Wasser aus dem kleinen Brunnen „Pozo de la Salud“ trinken. Die Einheimischen glauben, dass der Brunnen heilendes Wasser enthält und zur Gesundheit beiträgt. Wissenschaftlich belegt ist es nicht, aber ein schönes Ritual und auch ein wundervoller Anblick, der sich Touristen in dem Ort bietet.
Nachtlokale gibt es wenige, die abendliche Unterhaltung findet meist zu Hause oder im Hotel statt. Die Atmosphäre, die diese Insel bietet, ist jedoch einmalig schön.

Beliebteste Orte

El Golfo

mostlycloudy
+22,3°C
current water temperature
current air temperature

Das im Norden gelegene Tal El Golfo bestimmt die Gestalt der Insel. Es ist von hohen Felswänden umgeben, die den Urlaubern einen tollen Anblick bieten. Als einzige Insel der Kanaren werden hier Wein, Papayas, Bananen und sogar Ananas angebaut. Viele Wälder, Täler und kleine Berge schaffen eine unglaubliche Atmosphäre, die zwar für die Kanaren untypisch ist, aber nahezu jedem Besucher das Herz aufgehen lässt.


Valverde

mostlycloudy
+17,8°C
current water temperature
current air temperature

Die anschauliche Hauptstadt der Inseln Valverde besticht mit ihren hellen Häusern in der typisch kanarischen Bauweise. Von hier aus gelangen Sie problemlos zu allen Orten der Insel. Auch als Ausgangspunkt für Wanderurlaube wird Valverde sehr gerne genutzt.

Karte

Weitere Inseln der Kanaren: